Mario Bellatin: Der Schönheitssalon


Aus dem Spanischen von Carina von Enzenberg.
Deutsche Erstausgabe (Titel des Originals: Salón de belleza, erschienen bei Tusquets Editores 1994/1999)

€ 10,50 (D) | CHF 16,50 (UVP)
79 Seiten, Geb.
ISBN 3-627-00088-9

 

 

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Der Erzähler, ein homosexueller Friseur, erfolgreich um die Schönheit seiner Kundinnen besorgt und begeistert von den prachtvollen Zierfischen in seinen großen Aquarien, hat sich schon mit 22 Jahren von dem durch Prostitution verdienten Geld den Traum vom eigenen Schönheitssalon erfüllen können. Doch die alten Zeiten, in denen er nach getaner Arbeit mit Freunden in bunten Frauenkleidern auf den Straßen der Stadt unterwegs war, um Spaß zu haben, sind vorbei. Immer mehr Menschen mit denselben Anzeichen jener unheilbaren Krankheit, abgewiesen von den staatlichen Krankenhäusern, kommen zu ihm und bitten um Aufnahme. Von einem Tag auf den anderen wandelt er seinen gutgehenden Schönheitssalon in ein Sterbehaus um; aus "menschlicheren Zwecken", wie er sagt: "Ich muß das Sterbehaus leiten. Ich muß den armen Menschen, in deren Körpern die Krankheit bereits um sich gegriffen hat, ein Bett und einen Teller Suppe geben, und ich muß das alles allein machen." Mario Bellatin erzählt in seiner beeindruckenden Parabel vom plötzlich hereinbrechenden Schicksal in Form einer unbesiegbaren Krankheit. Die Vergänglichkeit des Lebens und alles Schönen sind für Bellatin dabei ebenso zentrale Themen wie Toleranz und Barmherzigkeit angesichts umfassender Hilflosigkeit und des Grauens, das eine ungenannte Erkrankung auslöst.

 

 
 


Mehr über den Autor Mario Bellatin.
 
 


Der Blinde Dichter von Mario Bellatin.