Ulla Lenze: Die endlose Stadt




Roman

2. Februar 2015
19,90 € (D) | 20,50 (A)
320 Seiten
978-3-627-00210-7

 

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Holle ist Künstlerin, sie fotografiert Städte, deren verborgene Energie sie auf leeren Plätzen einfängt. Ein Stipendium führt sie nach Istanbul, einer schmerzhaft schönen Stadt, wo sie eine Affäre mit dem Türken Celal beginnt. Doch existenziell wird für Holle die Begegnung mit Christoph Wanka. Der reiche Geschäftsmann repräsentiert alles, was Holle ablehnt, und doch kann sie sich nicht von ihm lösen, schwankt ständig zwischen Anziehung und Abstoßung. Als Holle schließlich einwilligt, dass Wanka ihr eine Reise nach Mumbai finanziert, beginnt ein Kräftemessen, das sie zwingt, ihren eigenen Lebensentwurf zu hinterfragen.
Hals über Kopf verlässt Holle Mumbai. Theresa bezieht Holles überstürzt verlassene Wohnung. Die deutsche Journalistin kennt die kontrastreiche Metropole, in der das Überleben für viele Menschen nur am Zufall hängt. Und sie trifft auf Christoph Wanka. Während Theresa in Mumbai nach und nach in eine Stellvertreterrolle gleitet, die weiter reicht, als es in ihrer Absicht liegen könnte, möchte Holle im labyrinthischen Körper Istanbuls am liebsten verloren gehen und entdecken, wie sich all das neu zusammensetzt, was sie ihr Leben nennt. Als die Demonstrationen im Gezi-Park die Strukturen der Stadt selbst zum Bröckeln bringen, scheint die Gelegenheit günstig ...

Im neuen großen Roman von Ulla Lenze begeben sich zwei Frauen auf Spurensuche in der abenteuerlichen Fremdheit zweier ferner Städte, Istanbul und Mumbai. Die endlose Stadt ist ein Roman voller wunderbarer Spiegelungen und geheimer Verflechtungen. Eine schwebend leichte Konstruktion, in der Zeiten, Orte und Identitäten ineinander tauchen, ein vielschichtiges Kunstwerk von unendlicher Schönheit.

 

 
 


 
 

 
 



Trailer zum Buch

Ulla Lenze reiste mit Außenminister Steinmeier nach Delhi. Sie schrieb für Die Welt einen Reisebericht.
 
 


Ich will (...) mal ein Buch nennen, von einer jungen Autorin, das mich erstaunt hat: Die endlose Stadt von Ulla Lenze. Diesem Buch merke ich an, dass es Substanz hat. | Uwe Timm im Tagesspiegel

Das neue Buch von Ulla Lenze verfügt über erhebliche intellektuelle Klarsicht, was die Verhältnisse von Menschen, Systemen und Regionen betrifft, und denkt sich geistreiche Konstellationen aus, in denen es seine Thesen demonstrieren kann. | Süddeutsche Zeitung

Mit ihrem vierten Buch hat Ulla Lenze gleichzeitig einen verblüffend spannenden Liebesroman und ein philosophisches Essay über Kunst und Ethik geschrieben. | TAZ

Ulla Lenze hat in ihrem enorm gegenwärtigen Großstadtroman eine Sprache für die Verwirrung zwischen Nähe und Ferne, Kunst und Kapitalismus gefunden. Die endlose Stadt ist die Zeichnung einer globalisierten Epoche, in der die Differenzen in einer universalen Warenwelt eingeebnet sind, gleichzeitig aber die sozialen Unterschiede immer bedrängender werden. | KulturSpiegel

Ulla Lenze erzählt auf eindringliche und dramaturgisch kunstvolle Weise vom Reisen und Lieben in einer Zeit, in der Entfernungen immer einfacher und selbstverständlicher überwunden werden, in der die Fremde immer näher rückt. | Deutschlandradio Kultur

Sinnlos schöne Poesie. | Berliner Zeitung

Diese gespenstische Präzision zeichnet Lenzes Roman Die endlose Stadt aus. Eigentlich eine trickreiche Doppelbelichtung: zwei an den Rändern zerfressene Metropolen, zwei Frauen, die darin unterzugehen drohen. (...) Wie diese überrumpelnden Orte den Figuren unter die Haut dringen, beschreibt die Autorin ebenso radikal wie ungewöhnlich. | Kölnische Rundschau

Ulla Lenze ist überraschend originell. Ihre Fähigkeit, gegen Normen zu schreiben, ist nicht zu unterschätzen. (...) So wie jede These gleich Antithese beinhaltet, ist der Roman Die endlose Stadt gerade in seiner extremen Ernsthaftigkeit überaus lesbar – und lesenswert. | Deutsche Welle Online

Die endlose Stadt ist ein komplexer Roman. Die Geschichte der beiden Frauenfiguren sind fein verwoben und von sensibler Psychologie. Stark wird die Geschichte in ihren Zwischenräumen, in präzisen Beobachtungen, in den Reflexionen und den Gedankenspielen, mit denen Ulla Lenze unsere Blicke schärft für die Verzerrungen und Widersprüche unserer globalisierten Welt. | hr2 Kulturfrühstück

Ulla Lenzes Roman Die endlose Stadt mit den kunstvoll ineinander greifenden Handlungssträngen lebt nicht nur von den einprägsamen Hauptfiguren, deren Leben sich in und zwischen den Städten für kurze Zeit und lange Folgewirkungen verschränkt. Sondern er bezieht seine Qualität aus den nachwirkenden Fragen – etwas nach unserem Blick auf das Fremde. | Blog Rosinenpicker | Goethe-Institut

Poetisch, fulminant und ziemlich genial. | Cosmopolitan

Dagegen schreibt sie an, gegen jenes sich nur selbst vergewissernde Bescheidwissens des Westlers in der Fremde. | Tip Berlin