Jean-Philippe Toussaint: Die Dringlichkeit und die Geduld




Essays
Aus dem Französischen von Joachim Unseld
Deutsche Erstausgabe

1. Oktober 2012
€ 14,90 | € 15,40 (A) | CHF 21,90 (UVP)
87 Seiten
978-3-627-00186-5

 

Leseprobe

„Für die Recherchen zu seinem Roman Die Wahrheit über Marie stieg er sogar zum ersten Mal in seinem Leben auf ein Pferd; für den gleichfalls in dem Buch beschriebenen Herzinfarkt wollte er es dann doch nicht so weit treiben, es auf einen Selbstversuch ankommen zu lassen“, schreibt Bernard Pivot, Frankreichs Literaturpapst, in seiner begeisterten Kritik über dieses neue Buch Jean-Philippe Toussaints, das im März anlässlich seiner aktuellen Ausstellung im Pariser Louvre Toussaint: La Main et le Regard – Livre/Louvre erschien: luzide Aufsätze über Literatur, Lesen und das eigene Schreiben, eine charmante Hommage an die Literatur, brillante Texte, anekdotisch-unterhaltsame Miniaturen, die mit großer intimer Kenntnis und Wissen über große Literatur sprechen. Wie beiläufig, unterhaltsam und doch so ungeheuer scharfsinnig führt Toussaint den Leser in sein literarisches Universum, erzählt von seinen Lektüren, von seinen ersten Schritten als junger Autor, von den berühmtesten der berühmten Autoren der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts und blickt humorvoll-analytisch hinter die Kulissen der Weltliteratur. Die literarischen Begegnungen mit Proust, Kafka und Dostojewski und die Erweckungserlebnisse, die diese Lektüren zur Folge hatten, runden das Bild ab. Und dann natürlich die folgenschwerste Begegnung, die Begegnung mit dem Werk Becketts, dem er dann eines Tages in einem dunklen Flur persönlich gegenübersteht.

Der 2012 erschienene Band Die Dringlichkeit und die Geduld erhielt begeisterte Kritiken und erreichte Platz 2 der Essay-Bestsellerliste von L’Express in Frankreich. In Deutschland wurde die Essay-Sammlung im November 2012 auf Platz 1 der SWR-Bestenliste gewählt.

 

 
 


 
 





 
 


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Es ist ziemlich merkwürdig, dass Jean-Philippe Toussaint in Deutschland immer noch ein Geheimtipp ist. Denn wer einmal angefangen hat seine Bücher zu lesen, der bleibt ihm treu. Der will mehr von dieser betörend lakonischen Sprache. | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wer von Jean-Philippe Toussaint noch nichts kennt oder zu ihm bisher keinen Zugang fand, bekommt hier eine zweite Chance. Ein großer Gegenwartsautor, übersetzt wiederum von seinem zuverlässigen deutschen Verleger, der auch dieses Register vorzüglich beherrscht. | Süddeutsche Zeitung

Die Dringlichkeit und die Geduld ist ein mitreissender assoziativer Reigen. (...) Toussaint versteht es trefflich, des Lesers Interesse zu schüren, für sein eigenes Werk wie für das seiner Idole. (...) Mit selbstironischer Eleganz erdet Toussaint die eigene Arbeit (...) Und so vagabundiert er, Anekdotisches und Atmosphärisches aneinanderfügend, durch seine Schriftstellerexistenz, durch die Weltliteratur. Gerade diese Leichtigkeit, diese urfranzösische, nonchalante „causerie“ macht Toussaints Buch so lesenswert. | NZZ

Jean-Philippe Toussaint sucht das Raffinement, die Perfektion. Umso schöner, dass er das Manische in seiner Schreibarbeit zu ironisieren versteht. Das macht seine locker und amüsant geschriebenen Essays zu einem Leseerlebnis fernab von jeglichem akademischen Bierernst. | WDR3 Passagen

Jean-Philippe Toussaint jüngstes Werk Die Dringlichkeit und die Geduld ist durchzogen von skurrilen, komischen und pfiffigen Einfällen. | Radio Bremen