Ernst-Wilhelm Händler

Ernst-Wilhelm Händler wurde 1953 geboren und lebt in München.

In der literarischen Tradition von Hermann Broch, Robert Musil oder Thomas Bernhard stehend, entwirft Händler fiktive Szenarien unserer westeuropäischen Realität, konstruiert von Roman zu Roman fortschreitend das Gebäude unserer Gesellschaft und deren Funktionieren. 1999 wurde er mit dem Erik-Reger-Preis ausgezeichnet.

1995 erschien in der Frankfurter Verlagsanstalt sein vielbeachtetes literarisches Debüt, der Erzählungsband Stadt mit Häusern. Es folgten 1996 der "Philosophenroman" Kongreß, 1997 der "Wirtschaftsroman" Fall und 1999 der "Architektenroman" Sturm, der von der Kritik als der "wirklichkeitshaltigste Roman der deutschen Gegenwartsliteratur dieses Jahrzehnts" bezeichnet wurde. 2003 erschien Ernst-Wilhelm Händlers Roman Wenn wir sterben, der von der renommierten SWR-Bestenliste-Jury zum Besten Buch des Jahres 2003 gewählt wurde.

Im Februar 2004 fand im Literaturhaus Frankfurt ein zweitägiges Symposium zum Werk Ernst-Wilhelm Händlers statt: "Literatur als Passion. Ernst-Wilhelm Händler - Ein Kaufmann aus Regensburg". 2006 erschien der erste Sammelband über das Werk Ernst-Wilhelm Händlers, Literatur als Passion und der Roman Die Frau des Schriftstellers in der Frankfurter Verlagsanstalt. Im gleichen Jahr erhielt er den Erich-Nossack-Preis vom Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft.

Ende August 2009 erschien sein sechster Roman Welt aus Glas, der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde!

© Laura J Gerlach